KSV-Literaturfrühstück

Herzliche Einladung zum KSV-Literaturfrühstьck zum Thema der laufenden Ausstellung im Künstlerhaus Klagenfurt. Als Rahmenprogramm zu Schwarz-Wei- Dialoge zwischen Linie und Raum ermöglicht dieser offene Kunstdialog Reflexionen von SchriftstellerInnen zu den Ausgestellten Werken und mit den bildenden KünstlerInnen und KuratorInnen. Kurztexte mit maximal 4 Minuten , Gedanken und spontane Affirmationen sind erwünscht. Es soll sich ein interdisziplinärer Dialog entwickeln. Video mit den Beiträgen wird von Barbara Ambrusch-Rapp erstellt und auf YouTube veröffentlicht. Keine Anmeldung nötig, Eintritt frei.
Moderation: Mag. phil. Gabriele Russwurm-Biro, Kunsthistorikerin und Schriftstellerin (KSV). In Kooperation mit dem Kunstverein Kärnten.

Samstag, 15 Juli 2023, 11.00–13.00
Künstlerhaus Klagenfurt

SCHWARZ – WEISS
Ilse Aberer
Antonio Luca Capelletti
Christian Eder
Doris Fend
Peter Paszkiewicz
Otto Scherer

DIALOGE ZWISCHEN LINIE UND RAUM
Im Rahmen dieser Ausstellung präsentieren zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus Österreich, Deutschland und Italien in einer spannungsvollen Gegenüberstellung ihrer Werke. Gemein ist allen hier gezeigten Werken die Abwesenheit von Farbe, ein reduziertes Formenvokabular als auch die Auseinandersetzung mit der Geometrie.

Die Abwesenheit von Farbe ermöglicht es hier, sich auf
andere wichtige Aspekte des Sehens und Begreifens zu
konzentrieren: Jeder Raum bietet neue Zugänge, Perspektiven und Vergleichsmöglichkeiten zwischen Linie und Fläche, Raum und Licht, Kontemplation und Bewegung: Strikt an die Fläche gebundene Kompositionen in Zeichnung und Malerei, welche jedoch nicht an dieser verharren, sondern sich als Objekte zum Raum hin fortsetzen und öffnen. Fotografie, die den Aspekt des Lichtes und des Zeitlichen thematisiert und protokolliert. Wandobjekte, welche mit unseren Sehgewohnheiten und Betrachterwinkeln förmlich spielen. Und freistehende Stein­skulpturen, die in ihrer Reduktion als sinnliche Präsenz vor das Auge des Betrachters treten.

Wir sind es aus unserer Sehtradition heraus gewohnt, uns einem Gegenstand oder einem Bild immer frontal und mittig zu nähern. Die Besucherinnen und Besucher sind nun eingeladen, ihren Standpunkt und Ihre Perspektive zu ändern, mit ihrer Wahr­nehmung in dieser Ausstellung zu experimentieren. Jeder Raum gewährt neue Zugänge, Perspektiven und Vergleichsmöglichkeiten.

Text: Christian Eder